Gute Vorschläge des ZWIGL-Vorstandes

Sehr erfreulich und positiv. Gute Vorschläge. So bewertet die Hammersbacher SPD einen Brief der drei Bürgermeister Michael Göllner (Hammersbach), Adolf Ludwig (Limeshain) und Erich Spamer (Büdingen) an die Mitglieder der Verbandsversammlung des Interkommunalen Gewerbegebiets Limes, in dem der Verbandsvorstand die derzeitige Lage und die Zukunftsaussichten des Gewerbegebiets Limes darstellt.

Alle Grundstücke vermarktet

Der Verbandsvorstand teilt mit, dass vor wenigen Tagen das letzte Grundstück im derzeitigen Gewerbegebiet verkauft wurde. Wie von der Verbandsversammlung beschlossen, wurde der Kaufvertrag mit einem regionalen Unternehmen abgeschlossen, das mit Paletten handelt und auch einen eigenen Produktionsbereich führt. Bereits Ende nächsten Jahres soll das Unternehmen in das Verbandsgebiet übersiedeln. Damit ist ein weiterer Baustein für einen breiten Firmen- und Branchenmix gelegt worden.

Die Firma Waurig, die im Großhandel italienische Spezialitäten vertreibt, erhält die Möglichkeit, auch einen Einzelhandel mit etwa 800 qm zu betreiben. In den Augen der SPD Hammersbach ist das eine große Bereicherung für die drei Kommunen.

Licht und Schatten

Hochbetrieb herrschte in den letzten Monaten bei ID-Logistics. Der Kontraktlogistiker hat mit dazu beigetragen, die Versorgung in Zeiten des durch Corona beschränkten Einzelhandels aufrecht zu erhalten. Der Boom hat einen erfreulichen und einen unerfreulichen Nebenaspekt, so der Verbandsvorstand.

Die Beschäftigtenzahl allein in diesem Unternehmen liege derzeit bei etwa 620 Personen, von denen annähend 500 in einem festen Anstellungsverhältnis sind. Von einem stotternden Jobmotor zu sprechen, wie es manche Kritiker immer noch beharrlich tun, ist angesichts solcher Zahlen vollkommen realitätsfremd.

Der unerfreuliche Nebenaspekt wird aber nicht verschwiegen. Sorgen bereitet der ruhende Verkehr. LKW warten darauf, abgefertigt zu werden, und stehen auf der Straße. Dies betrifft zwar derzeit lediglich das Gebiet selbst, kann aber spätestens dann zu Problemen führen, wenn die derzeit noch unbebauten Grundstücke in Betrieb sind. Der Verbandsvorstand teilt mit, dass er mit allen Beteiligten in Kontakt steht, um Lösungen zu finden.

Erweiterung im Westen

Die von der Verbandsversammlung beschlossenen Verfahren zur Westerweiterung des Gebietes seien derzeit in der Umsetzung. Verabredungsgemäß wurden die Verfahren erst eingeleitet, als feste Nutzer für die Westerweiterung feststanden. Diese stehen jetzt sowohl für die kleineren Grundstücke wie auch für die größere Fläche mit dem deutschen Unternehmen Hager Group fest.

Damit ist dem Verbandsvorstand und dem Investor, der Dietz AG, in den Augen der SPD ein echter Volltreffer gelungen. Das mittelständische familiengeführte Unternehmen, dessen Produkte im Schaltanlagenbau wohl in den meisten unserer Häuser zu finden sind, will seinen Vertrieb hier bei uns bündeln und neu aufstellen.

Während auch in unserer Region in den letzten Monaten eher von Firmenschließungen und Arbeitsplatzabbau die Rede war, ist die Neuansiedlung der Hager Group eine wirklich erfreuliche Nachricht. Die SPD wird daher diese Pläne in der Verbandsversammlung bestmöglich unterstützen.

Pläne für die Osterweiterung

Zur Osterweiterung, dem nächsten Schritt ausschließlich auf Büdinger und Limeshainer Gebiet, hat sich der Verbandsvorstand in seinem Schreiben ebenfalls positioniert. Mit seinen Vorschlägen kann sich die Hammersbacher SPD sehr gut anfreunden, denn wesentliche Positionen decken sich mit den Beschlüssen, die die SPD Hammersbach in einer Mitgliederversammlung einstimmig angenommen hat.

Demnach soll die Osterweiterung kleinteilig entwickelt werden. Großflächige Anlagen soll es hier nicht geben. Nach dem Vorschlag der drei Bürgermeister kann dann auch die bauliche Entwicklung vor dem sogenannten Friedberger Weg halt machen. Der von Büschen und Bäumen gesäumte Feldweg kann unberührt bleiben. Östlich des Weges soll das Verbandsgebiet nach den Vorstellungen des Vorstandes großzügig eingegrünt werden.

Die Hammersbacher SPD wird diese Vorschläge in der Verbandsversammlung unterstützen. „Wenn der alte Weg erhalten bleibt und im Anschluss großflächig neues Grün entsteht, ist ein großer Anteil der geforderten ökologischen Ausgleichsmaßnahmen im Gebiet selbst zu schaffen. Diese Vorschläge entsprechen genau unseren Forderungen“, so die SPD-Vorsitzende Susana Cid Jovic, „und die unselige Behauptung von den drohenden Monsterhallen 4 und 5 sollte dann endgültig vom Tisch sein.“

„Die Entwicklung unseres Interkommunalen Gewerbegebietes Limes wird mittlerweile hessenweit als eines der großen Vorzeigeprojekte einer gelungen interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der Gewerbeentwicklung angesehen. Das können wir gut daran ablesen, dass unser Verbandsvorsteher Michael Göllner bei Kommunen, Wirtschaftsförderern und IHKs immer wieder eingeladen wird, um zu diesem Thema zu referieren oder in Podiumsdiskussionen seine Erfahrungen weiterzugeben. Wir unterstützen nach wie vor die gemeinsame Gebietsentwicklung direkt an der BAB A 45. Und wir freuen uns natürlich auch, wenn die Vorstellungen für die weitere Zukunft des Gebietes durch gute Vorschläge ganz in unserem Sinne fortentwickelt werden“, so der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Wilhelm Dietzel.