Herzlichen Glückwunsch, Frau Ehrenbürgermeisterin!

Am 28. Januar feierte Hammersbachs Ehrenbürgermeisterin Helga Meininger ihren 70. Geburtstag. Dazu wünschen ihr die Hammersbacher Sozialdemokraten alles Gute, Glück und Gesundheit!

Von 1984 bis 2004 lenkte Helga Meininger die Geschicke unserer Gemeinde. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie dann das geliebte Amt aufgeben, das sie mit so viel Leidenschaft für ihre Gemeinde ausgeübt hatte.

Helga Meininger war über zwei Jahrzehnte für die Hammersbacher SPD Leitfigur und unumstrittenes Zugpferd. Fest in der Bevölkerung verankert, ohne Allüren und mit viel Sinn für das Notwendige und Machbare wurde sie zum zum Vorbild für die Sozialdemokraten in der Hammersbacher Gemeindepolitik.

Der Hanauer Anzeiger würdigte Helga Meiningers Geburtstag schon drei Tage vor der Zeit, so dass wir den Beitrag des HA hier dokumentieren können.

HelgaMeininger_70_HA_2014-01-25

Eine ganz besondere Würdigung erfuhr Helga Meininger durch einen Geburstagsgruß von Knut Kreuch, dem Oberbürgermeister der thüringischen Residenzstadt Gotha. Im Frühjahr 1990 hatten sich die beiden kennengelernt, als sich Hammersbach und Kreuchs Heimatort Wechmar um eine Gemeindepartnerschaft bemühten. Seitdem sind sie in tiefer Freundschaft verbunden.

Lesen Sie hier Knut Kreuchs persönlichen Geburtstagsgruß:

Liebe Helga, zielstrebig wie immer schlendere ich über den Gothaer Hauptmarkt. Vor dem Rathaus lässt sich eine Kindergruppe gerade von dem bekannten Stadtführer Professor Galetti das wunderschöne Rathausportal erläutern. Als ich an die Gruppe heran trete, rufen die Kinder ‚Das ist unser Bürgermeister‘ Und einer sagt, „das ist Knut…“. Ich muss schmunzeln und sofort denke ich an meinen ersten Bummel durch Hammersbach am 31. März 1990. Du nahmst mich an die Hand und wir gingen durch Dein Dorf, sahen die Veränderungen, die Du mit Deinen Bürgern erreicht hast. Und da kam er. Auf der anderen Straßenseite ging ein kleiner Junge. Als er Dich sah, rief er „Hallo Bürgermeisterin, hallo Helga“. Du hast gelächelt, ihm zugewunken und ihn beim Namen gerufen. Was für ein persönlicher und berührender Moment. Es war wohl nur eine Minute der Geschichte, doch sie war für mich prägend. Ich wusste von nun an, ich wollte werden, so wie Du. Und es ist viele Jahre später auch so gekommen. Seit dem Tage, als Du mich erstmals in Deine starken Arme nahmst, bist Du mir mütterliche Freundin, großes politisches Vorbild und tolle Mitstreiterin.

Erinnerst Du Dich noch? Du hast mich 1990 überzeugt, bei einem Besuch auf der Kupferburg in Ohrdruf, dass ich mich im Kommunalwahlkampf in Wechmar und im Kreistag Gotha engagieren muss. Du hast mich getröstet, als es beim ersten Male in Wechmar nicht klappte und Du warst an meiner Seite, als ich am 1. April 1998 das Amt des Bürgermeisters von Günthersleben-Wechmar übernehmen durfte. Unsere Gemeindepartnerschaft, die wir am 7. Dezember 1990 begannen, erlebte danach eine neue Blüte, mit so vielen herzlichen Begegnungen. Die Einheit der Ortsteile Marköbel und Langen-Bergheim mit dem Baiersröderhof und dem Flecken Hirzbacher Höfe ist und wird immer untrennbar mit Deinem Namen verbunden sein.

Zwei Jahrzehnte hast Du als erste Bürgermeisterin des Main-Kinzig-Kreises Dein Hammersbach geprägt und es war Deine große Stärke, die Menschen auf der Straße anzusprechen, sie zu überzeugen und ihnen auch klar und deutlich die Meinung zu sagen. Das ehrliche Wort ist Dein Markenzeichen, was ich so an Dir schätze, denn es gibt nur noch wenige Menschen, die wie Du das Wort der Ehrlichkeit bewahren, die Verbundenheit der Freundschaft erhalten und die mit dem Herzen denken.

Blicke ich auf unsere Freundschaft, so habe ich vieles so gemacht wie Du. Tag und Nacht arbeiten für die Allgemeinheit ist unser Selbstverständnis in der Berufung des Bürgermeisters. Du hast Dich immer auf Gerd verlassen können, so wie ich auf Bärbel. Du hast wenig Zeit gehabt für Uwe so wie ich für Romeo und Natalie, und trotzdem haben wir beide eine tolle Familie. Wie schnell ist das letzte Vierteljahrhundert vergangen. Für uns beide ist die deutsche Einheit mit der Begegnung der Menschen in Ost und West zum größten Geschenk unseres politischen Lebens geworden. Du hast aus Selbstverständlichkeit gehandelt, bei allem was Du getan hast, ob beim Verwaltungsaufbau in Thüringen, bei der Gründung der SPD in Wechmaı: in der Lebendigkeit der Gemeindepartnerschaft, in der Förderung der Vereinsarbeit in Hessen und Thüringen, beim Aufbau des ersten DRK-Treffs in Thüringen gemeinsam mit unserem Freund Heinz Benker.

Ich hatte angeregt, Dir als kleine Anerkennung das Bundesverdienstkreuz für Deinen großartigen Einsatz zu überreichen. Du hast diese Ehrung aus Deiner eigenen Bescheidenheit heraus abgelehnt. Nun wünsche ich mir, man wird Dir eines Tages die verdiente Ehrenbürgerwürde von Hammersbach antragen und dass Du dann diese Geste Deiner Freunde als kleines Zeichen unserer unteilbaren Wertschätzung auch annehmen wirst.

Am liebsten würde ich Dir zum Abschluss ein Liedchen singen, denn ich wünsche mir von Herzen, bleib noch viele Jahre gesund, genieße die Zeit mit Gerd und Deiner Familie und sei gewiss, Deine Freunde in Wechmar und Thüringen denken nicht nur an deinem Ehrentage an Dich und freuen sich auf die nächste Begegnung.

Dein dankbarer Freund Knut