Neujahrsempfang 2011 mit Blick auf die Kommunalwahl

Zum Neujahrsempfang der Hammersbacher Sozialdemokraten konnte SPD-Vorsitzender Wilfried Bender im Historischen Rathaus zahlreiche Gäste willkommen heißen.

Im voll besetzten Historischen Rathaus begrüßte Bender neben Ehrenbürgermeisterin Helga Meininger, der Gemeindevertretervorsitzenden Ursula Dietzel und Bürgermeister Michael Göllner auch Vereinsvertreter, interessierte Bürger und Parteifreunde aus Hammersbach und Umgebung. In einer kurzen politischen Tour d’Horizon verwies Bender auf die schwierigen gesellschaftlichen und ökonomischen Probleme, denen man sich derzeit in Deutschland stellen müsse. Darüber gäbe es viel zu reden, aber heute sei aus gutem Grund der Blick ganz auf die Verhältnisse vor Ort gerichtet.

Hauptredner war deshalb an diesem Nachmittag der Fraktionsvorsitzende der Hammersbacher Sozialdemokraten, Wilhelm Dietzel. Zwei Monate vor der Kommunalwahlwahl nahm er den Neujahrsempfang zum Anlass, eine Bilanz der vergangenen Wahlperiode zu ziehen und Schwerpunkte für die weitere Arbeit der SPD-Fraktion aufzuzeigen.

Eingangs verwies Dietzel auf die lange Tradition der Sozialdemokratie in Hammersbach. Seit nunmehr 105 Jahren gebe es in Marköbel, Langen-Bergheim und im späteren Hammersbach Sozialdemokraten, und über lange Zeiten hätten sie hier die Geschicke der Gemeinde mehrheitlich bestimmt. Von manchem Neider habe man deshalb auch schon den Vorwurf gehört: „Die glauben, Hammersbach gehört ihnen.“ Aber das, so Dietzel, sei gar nicht so. „Nach langer Zeit der Verantwortung ist nur das Gefühl der Verantwortlichkeit und der Verpflichtung bei uns immer größer geworden. Hammersbach ist für uns keine Routinebeschäftigung, sondern eine Herzensangelegenheit.“ Nicht umsonst habe er Bürgermeister Michael Göllner bei seiner Amtseinführung im vergangenen Jahr noch einmal erinnert. „Hammersbach, das ist ein kleines, aber besonderes Fleckchen Erde, für das sich jede Anstrengung lohnt.“

In seinem Rückblick zeigte Wilhelm Dietzel, wie viel sich in Hammerbach in den letzen Jahren verändert hat. Dabei beleuchtete er alle Felder der gemeindlichen Entwicklung vom Ausbau des Kinderhorts auf drei Gruppen über die Renaturierung der Bäche und die touristische Erschließung der Hohen Straße und des Limes bis zum Autobahnanschluss und zur Umsetzung des Wohn- und Gewerbegebietes „Am Lachbach“. Naturgemäß hob er die Initiativen der SPD-Fraktion besonders hervor, so etwa die Anträge der SPD für die Planung eines zentralen gemeinsamen Feuerwehrhauses, für die Erweiterung von Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden, für die Betreuung der unter-3-jährigen Kinder und für einen Neustart der kommunalen Jugendarbeit. Bürgermeister Göllner dankte er ausdrücklich für seine Beharrlichkeit in der Vorbereitung des interkommunalen Gewerbegebietes östlich der Autobahn.

Beim Ausblick auf die wichtigen Vorhaben der kommenden Jahre hob Wilhelm Dietzel die Fertigstellung des neuen Feuerwehrhauses, den Neubau für die U-3-Betreuung und die Umsetzung des interkommunalen Gewerbegebietes als modellhaftes Projekt der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden hervor. In aller Kürze müsse zudem auch die Modernisierung der Wasserversorgung in Langen-Bergheim in Angriff genommen werden. Herausragende Themen der kommenden Jahre seien für die Sozialdemokraten die innerörtliche Entwicklung, am besten im Rahmen eines „Updates“ der Dorferneuerung, und die Versorgung mit erneuerbaren Energien. Hier müsse man zwar über die nächsten fünf Jahre hinaus blicken, aber die Initiative für die ersten Schritte umgehend ergreifen. Gute Ideen gebe es schon jetzt, so zum Beispiel das Modellprojekt „Wohnen im Alter“ im Rahmen der innerörtlichen Umgestaltung.

Abschließend legte Wilhelm Dietzel den Wählerinnen und Wählern das sozialdemokratische Team für die Wahl am 27 März ans Herz. Hier stimme die Mischung aus erfahrenen Gemeindevertretern, gut vorbereiteten „Newcomern“, Männern und Frauen, jüngeren und älteren Bewerbern und Vertretern vieler Berufsfelder. Bürgernah, kompetent, engagiert und diszipliniert empfinde er als Fraktionsvorsitzender diese Mannschaft: „Wir nehmen unsere Verpflichtungen ernst!“ Und was, so fragte Dietzel rhetorisch, sei bei all dem das Sozialdemokratische – und beantworte die Frage gleich selbst: „Es muss gerecht zugehen. Es darf keine Spekulation und keine Willkür geben. Entscheidungen müssen für die Bürger transparent und verständlich sein. Für mich ist es wichtig, dass wir uns am Gemeinwohl und am sozialen Zusammenhalt orientieren. Egoismus gibt es ganz von selbst genug.“

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