Wertvolle Streuobstwiesen

Wenn im Frühjahr wieder die Obstbäume in unseren Streuobstwiesen blühen, werden viele von uns von den schönen Fotomotiven begeistert sein. Die typischen Obstwiesen prägen die Landschaft. Sie sind für unsere Region identitätsstiftend und sie sind wertvolle Lebensräume. Für uns sind sie eine Herzensangelegenheit.

Wer genau hinschaut, erkennt allerdings hinter den schönen Fotomotiven die Probleme. Für den Schutz der Streuobstwiesen ist in der Regel schon gesorgt, aber was ist mit der nötigen Pflege? Wo geht es hin mit unseren Streuobstwiesen?

Ob die Pflege der Ostgärten gelingt, hängt auch damit zusammen, ob und wie das Obst verwertet wird. Ist es der richtige Weg, bunte Bänder an die Bäume zu machen, die anzeigen, dass das Obst von nicht genutzten Wiesen kostenlos geerntet werden kann? Oder ist das der falsche Weg, weil es den Eindruck erweckt, dass das Obst nichts wert ist? Müsste man bei den Keltereien nicht viel mehr für das Obst bekommen? Und wären wir dann auch bereit, mehr für den Apfelsaft oder den Schoppen zu bezahlen?

Michael Göllner, der auch Vorsitzender der Apfelwein- und Obstwiesenroute im Main-Kinzig-Kreis ist, hat mit dazu beigetragen, dem Thema beim Regionalverband Frankfurt/RheinMain Gewicht zu verleihen. Dort wurde nun eigens die Stelle eines regionalen Streuobstbeauftragten eingerichtet.

Hier bei uns konnten viele Streuobstprojekte als Ausgleichsmaßnahmen mitfinanziert werden, Neuanpflanzungen wie Pflegemaßnahmen. Und auch in den nächsten Jahren wollen wir das Thema weiter voranbringen. Gemeinsam mit allen im Kreis und in der Region, die sich ehrenamtlich und hauptamtlich für die Erhaltung unserer Streuobstwiesen engagieren.

Unser Obst muss nicht aus Übersee kommen, wenn es vor der Haustür wächst. Und die wertvollen Lebensräume, die unsere Landschaft bereichern, müssen unbedingt erhalten werden.

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