SPD entsetzt über die Wahl eines NPD-Manns

Wie jetzt bekannt wurde, hat im benachbarten Altenstadt der Ortsbeirat Waldsiedlung am vergangenen Donnerstag einen NPD-Vertreter einstimmig – mit den Stimmen von CDU, FDP und SPD – zum Ortsvorsteher gewählt.

Welche Hintergründe auch immer für diesen unglaublichen Vorgang geltend gemacht werden, er macht fassungslos und muss nach Auffassung der Hammersbacher SPD umgehend korrigiert werden. “Bei uns dürfen die neuen Nazis keinen Milimeter Platz bekommen. Dass die Vetreter demokratischer Parteien ihnen auch noch bereitwillig den Weg ebnen, ist mehr als empörend. Es darf nicht sein!”, so Ortsvereinsvorsitzender Wilfried Bender.

Auch Lisa Gnadl, die SPD-Vorsitzende im Wetteraukreis und Landtagsabgeordnete, hat bereits eindeutig Stellung bezogen. „Dass ein NPD-Mann mit Stimmen der CDU, SPD und FDP einstimmig zum Ortsvorsteher gewählt wurde, macht mich völlig fassungslos. Dafür darf es keine Ausrede geben. So etwas darf einfach nicht passieren“, so Gnadl.

„Die NPD ist eine verfassungsfeindliche, völkische und rechtsextreme Partei, die auch im Wetterauer Kreistag immer wieder mit ihrer menschenverachtenden Hetze auffällt. Für mich ist die Wahl eines Vertreters dieser Partei zum Ortsvorsteher einfach nur entsetzlich. Dass ein NPD-Mann zukünftig diesen Ort repräsentieren soll, macht mich sprachlos“, führt Gnadl ihr Entsetzen weiter aus.

Besonders schwer wiege für sie, dass neben CDU und FDP auch SPD-Mitglieder mitgestimmt haben. „Genossinnen und Genossen, die im dritten Reich ihre Haltung gegen die Nazis gezeigt haben, sind inhaftiert, gefoltert oder gar ermordet worden. Die Geschichte der eigenen Partei muss uns auch heute besonders verantwortungsvoll handeln lassen. Wir werden daher alle Konsequenzen prüfen müssen“, so die Wetterauer SPD-Vorsitzende abschließend.

Die Hammersbacher Sozialdemokraten erwarten, dass die SPD in Altenstadt und der Wetterau alles für eine umgehende Abwahl des NPD-Mannes unternimmt. “Dieser Vorgang beschädigt das Ansehen der SPD in der gesamten Region. Das kann nicht hingenommen werden.”, so Wilfried Bender.

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