Renaturierung wissenschaftlich begleiten!

Im Rahmen des Sommerprogrammes „Keine Pause in der Sommerpause“ trafen sich Mitglieder der Hammersbacher SPD-Fraktion kürzlich am bereits renaturierten Klöppelsbach, um die nächsten Maßnahmen zur Gewässerrenaturierung in Hammersbach zu besprechen.

Die Flurbereinigung, die es ermöglicht hat, die nötigen Flächen entlang des Krebsbaches zu erwerben, wurde mittlerweile abgeschlossen, konnte Bürgermeister Michael Göllner berichten. Damit ist entlang des Baches nun genug Platz, damit sich dieser in der Vergangenheit vom Menschen begradigte Wasserlauf wieder wie in einem natürlichen Bachbett schlängeln kann.

Wie erheblich sich die die Gewässerstruktur verbessert, konnten die SPD-Gemeindevertreter am Klöppelsbach in Augenschein nehmen. Nach den Renaturierungsmaßnahmen hat sich hier in den vergangenen zehn Jahren das Bild der gesamten Talaue vollständig verändert. Wo vorher ein Rinnsal schnurgerade die Wiesen durchschnitt, entstand eine abwechslungsreicher Bachverlauf mit üppigem Planzenbewuchs. Solche Verbesserungen stehen im Einklang mit der Europäischen Wasserrahmenrichtline und sind dringend auch an weiteren Gewässerabschnitten geboten.

Für die Mitglieder der SPD-Fraktion warf sich die Frage auf, wie sich solche Maßnahmen tatsächlich auf die Artenvielfalt auswirken und wie weit die erwarteten Erfolge dieser ökologischen Kompensationsmaßnahmen im konkreten Fall in Hammersbach bestätigt werden können. Die SPD-Fraktion hat deshalb hierzu einen Antrag an die Gemeindevertretung gerichtet, der zum Ziel hat, die Renaturierung wissenschaftlich begleiten zu lassen. Da die Renaturierungsmaßnahme voraussichtlich im nächsten Herbst umgesetzt werden soll, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um eine solche Untersuchung in die Wege zu leiten.

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