Umbau im Marköbeler Ortskern – Ein Gemeinschaftswerk

Das Historische Rathaus in Marköbel prägt das Ortsbild seit seiner Errichtung vor dreihundert Jahren. Vor knapp dreißig Jahren wurde es, nachdem die Verwaltung ausgezogen war, aufwändig renoviert und mit einer kleinen Küche versehen. Seitdem kann es von Vereinen, Initiativen und seit einiger Zeit auch von Bürgern für private Veranstaltungen genutzt werden.

Die Hobby-Malgruppe „Guckloch“ und der Verein für Kultur und Heimatgeschichte haben hier ihr Domizil gefunden. Aber auch andere sind hier regelmäßig zu Hause. Musikschüler erhalten hier ihren Unterricht, Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen finden statt, und bei Hochzeiten wird erst das schön schräge Trauzimmer genutzt und dann oft die große Halle für den Sektempfang. Vorträge, Musikveranstaltungen und Ausstellungen aller Art reihen sich aneinander. Einmal jährlich wird „Kunst im Historischen Rathaus“ präsentiert, wodurch das Historischen Rathaus sich auch bei Kunstschaffenden und Kunstinteressierten in der Region einen guten Ruf als Veranstaltungsort erworben hat.

Für viele andere Aktivitäten stand in Marköbel bislang das Obergeschoss des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses zur Verfügung. Das hat sich geändert. Die Feuerwehr ist umgezogen und die Johanniter haben für den Stützpunkt ihrer Bereitschaft das Gebäude übernommen. Ohne eine Alternative hätte das den Aktivitäten aller Betroffenen ein abruptes Ende gesetzt. Nicht so in Hammersbach.

Im Zuge der Dorferneuerung konnte das Martin-Luther-Haus von der Kirchengemeinde übernommen werden. Es wird gerade grundsaniert, barrierefrei umgebaut und für die neuen Nutzer vorbereitet. Eröffnet wird es in Kürze. Später wird dann der Platz gestaltet und das Historische Rathaus ebenfalls renoviert und barrierefrei zugänglich gemacht. Damit entsteht ein zentraler Veranstaltungsort im Ortsteil Marköbel, der den Vereinen und Initiativen ganz neue Möglichkeiten für ihre Aktivitäten eröffnen wird.

Das Besondere an dieser Umgestaltung? Das Umbau- und Nutzungskonzept wurde nicht am Grünen Tisch von ortsfremden Planern und Architekten erstellt, sondern von allen beteiligten Nutzern der Gebäude beraten und entwickelt. Im Rahmen der Dorferneuerung sind sie alle mit der Gemeindeverwaltung zusammengekommen, um über die räumliche Gestaltung und die zukünftige Nutzung zu sprechen. Dabei ist es gelungen, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen und auch noch Raum zu lassen für neue Ideen und Initiativen. Entstanden ist so ein Gemeinschaftswerk, zu dem alle Beteiligten ihren Beitrag leisten konnten. So stellen wir uns das Zusammenwirken von Ehrenamt und Gemeinde auch zukünftig vor.

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