Der Feuerwehrübungsturm ist eine Investition in die Sicherheit
Die Hammersbacher Gemeindevertretung hat die Bereitstellung außerplanmäßiger Mittel für die Fertigstellung des Feuerwehrübungsturms einstimmig beschlossen.
Benjamin Herrmann begründete die Zustimmung der SPD-Fraktion. Die zusätzlichen Kosten, die nach der Vergabe des Projektes entstanden sind, seien zwar ärgerlich, aber letztlich gebe es keine sinnvolle Alternative dazu, das für die Feuerwehr so wichtige Projekt fertigzustellen.
Mehrkosten sind ärgerlich – an der Notwendigkeit des Projekts ändert das nichts
„Als aktiver Feuerwehrmann möchte ich zunächst ganz klar sagen: Es ist ärgerlich, dass wir als Gemeinde mit diesen zusätzlichen Kosten konfrontiert werden“, erklärt er für die SPD-Fraktion.
Im zuständigen Ausschuss sei ausführlich dargestellt worden, wie es zu der Kostensteigerung gekommen ist. Die Verwaltung sei nach der Vergabe durch den Hinweis der ausführende Firma überrascht worden, dass die Ausschreibung in wesentlichen Punkten nicht der tatsächlichen Situation entspreche. Weder die ursprüngliche Kostenschätzung noch die Ausschreibung hätten aber erkennen lassen, dass mit Mehrkosten in dieser Größenordnung zu rechnen sei.
Die SPD begrüßt ausdrücklich, dass die Verwaltung den Vorgang transparent gemacht hat und rechtlich prüfen ließ. „Wir haben im Ausschuss eine nachvollziehbare Darstellung erhalten. Dass die Verwaltung den Vorgang offenlegt und rechtlich prüfen lässt, halten wir für den richtigen Umgang mit einer solchen Situation“, so Herrmann.
Nachdem die notwendigen Prüfungen erfolgt seien, bleibe der Gemeinde letztlich keine andere Möglichkeit, als die zusätzlichen Mittel bereitzustellen. Positiv sei dabei, dass die Finanzierung durch Einsparungen bei anderen Projekten aufgefangen werden könne. „Wir können die zusätzlichen Mittel aus Einsparungen an anderer Stelle bereitstellen, ohne dafür neue Schulden aufnehmen zu müssen. Das ist das Ergebnis einer verantwortungsvollen Haushaltsführung“, betont Herrmann.
Gute Feuerwehr braucht gute Übungsmöglichkeiten
Für die SPD sei bei der Diskussion aber entscheidend, die Bedeutung des Feuerwehrübungsturms nicht aus dem Blick zu verlieren.
„Unsere Feuerwehr hat am vergangenen Sonntag beim Landesentscheid der Feuerwehrleistungsübung einen hervorragenden sechsten Platz erreicht. Das ist ein beeindruckendes Ergebnis und zeigt die Leistungsfähigkeit und das Engagement unserer Feuerwehrleute“, erklärt Herrmann. Eine leistungsfähige Feuerwehr brauche neben engagierten Einsatzkräften aber auch die Ausstattung, die es ermögliche, regelmäßig und unter realistischen Bedingungen zu trainieren.
„Wenn es ernst wird, müssen Abläufe sitzen. Dann muss jeder wissen, was er zu tun hat. Und das funktioniert nur durch Übung und Training. Und manchmal eben auch dadurch, dass man Dinge unter möglichst realistischen Bedingungen üben kann. Genau dafür ist dieser Feuerwehrübungsturm da“, so Herrmann.
Der neue Übungsturm werde die bereits gute Infrastruktur der Hammersbacher Feuerwehr weiter verbessern. Davon profitiere letztlich die gesamte Gemeinde. „Wenn wir von unseren Feuerwehrleuten erwarten, dass sie im Ernstfall für uns da sind, dann müssen wir ihnen auch die Möglichkeit geben, sich entsprechend auf diese Einsätze vorzubereiten“, betont Herrmann.
Die SPD-Fraktion betrachte den Feuerwehrübungsturm deshalb trotz der unerwarteten Mehrkosten als eine sinnvolle und wichtige Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.
„Die Mehrkosten sind ärgerlich. Daran gibt es nichts schönzureden. Aber an der Notwendigkeit des Projekts ändert das nichts. Unsere Feuerwehr leistet hervorragende Arbeit. Dafür braucht sie eine entsprechende Infrastruktur. Der Feuerwehrübungsturm ist deshalb gut investiertes Geld“, fasst Benjamin Herrmann die Position der SPD zusammen.

