Ursula Dietzel verabschiedet sich in der Gemeindevertetung

Nach 25 Jahren als Vorsitzende der Gemeindevertretung verabschiedete sich Ursula Dietzel mit einer kurzen Rede aus ihrem Ehrenamt. Im Main-Kinzig-Kreis und weit darüber hinaus dürfte keine Frau – und nur wenige Männer – dieses Amt über so viele Jahre ausgeübt haben.

Insgesamt schaut sie auf 29 Jahre in der Kommunalpolitik zurück, denn zu Beginn ihres Engagements war sie bereits vier Jahre als Beigeordnete im Gemeindevorstand tätig. Jetzt nutzte sie die letzte Sitzung der Gemeindevertretung in dieser Wahlperiode für einen Rückblick und eine Bilanz. Die SPD-Fraktion dankte es ihr mit stehenden Ovationen.


Die Rede im Wortlaut

Dies war die letzte Sitzung dieser Legislaturperiode und damit auch meine letzte Sitzung als Gemeindevertreterin und Vorsitzende.

Wenn ich nun zurückblicke, dann nicht nur auf diese heutige Sitzung und auch nicht nur auf diese letzte Legislaturperiode.

Ich durfte in dieser langen Zeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen in bis zu vier Fraktionen zusammen Verantwortung tragen für die Entwicklung unserer Gemeinde.

Gerne erinnere ich mich an viele große und kleine Projekte, wie z.B.

  • den Neubau des Feuerwehrgerätehauses,
  • die Umgestaltung des „Saal Reul“ zum Bürgertreff,
  • die Umgestaltung des Martin-Luther-Hauses und des Martin-Luther-Platzes,
  • die Renovierung des Historischen Rathauses,
  • die Errichtung der Senioren-Dependance,
  • die beständige Weiterentwicklung unserer Kinderbetreuung,
  • den Neubau der U3,
  • die Entwicklung des Gewerbegebiets „Am Lachbach“,
  • die Interkommunale Zusammenarbeit im Gewerbegebiet Limes
  • und vieles andere mehr.

Nicht immer herrschte Einigkeit unter den Fraktionen aber in den allermeisten Fällen führten die Diskussionen zu Kompromissen und sehr oft zu einstimmigen Entscheidungen zum Wohl unserer Gemeinde.

Für das Engagement dieser Gemeindevertreter in den vergangenen 25 Jahren und den Kolleginnen und Kollegen bis heute möchte ich Dank sagen.

Auf dem Platz neben mir haben in der Vergangenheit drei Personen gesessen,

  • zuerst Helga Meininger, unsere Ehrenbürgermeisterin,
  • dann in der Interimszeit Helmut Klees, unser leider schon verstorbener Ehrenbeigeordneter
  • und nun seit 21 Jahren Michael Göller, unser Bürgermeister.

Auch dir, lieber Michael und deiner Vorgängerin danke ich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die immer transparente Information der Gemeindevertreter.

Hat sie denn nicht jemanden vergessen? Nein, hat sie nicht!

Wir haben in Hammersbach tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das sehe nicht nur ich so – ich höre das auch, wenn ich im Dorf unterwegs bin.  

Wir als Gemeindevertreter können uns zum einen auf Expertise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stützen, wenn Beschlüsse vorbereitet werden, und zum anderen können wir uns darauf verlassen, dass unsere Beschlüsse verlässlich umgesetzt werden.

Das gilt für alle Bereiche sei es

  • die Vorbereitung und Durchführung von Baumaßnahmen,
  • die Betreuung unserer Liegenschaften,
  • die Zusammenarbeit mit unserer Feuerwehr,
  • die Pflege unserer Grünanlagen, wie Wildblumenwiesen, Spielplätze und Friedhöfe,
  • die Seniorenarbeit, mit der Unterstützung des Seniorenbeirats beim vielfältigen Angebot für die Seniorinnen und Senioren unserer Gemeinde, 
  • die Jugendarbeit mit dem Angebot der Ferienspiele,
  • die Kinderbetreuung in drei Häusern, mit der Umsetzung eines einzigartigen flexiblen Betreuungsangebots für Kinder ab zwei Jahren bis zum Schulbeginn und der Versorgung aller Kinder mit einem frisch gekochten Mittagessen – an dieser Stelle dürfen die Mitarbeiterinnen in der Küche und bei der Versorgung der Kinder nicht vergessen werden,
  • die Verwaltung, die dies alles zu koordinieren hat und stets die Übersicht vor allem über die zur Verfügung stehenden Mittel behalten muss, denn Wünsche und Visionen müssen finanzierbar bleiben.

Ich hatte die meisten Berührungspunkte – natürlich – mit dem Sitzungsbüro, der IT, der Finanzverwaltung und der Hauptamtsleitung, die mir stets Unterstützung gegeben haben. Vielen Dank Nadine Gessner, Sebastian Altenburg, Nina Dunkel und Sandra Schutt.

Die Gemeinde Hammersbach kann heute auf 55 Jahre zurückblicken. Ich bin dankbar und stolz, dass ich 29 Jahre davon mitgestalten durfte.

Der neuen Gemeindevertretung wünsche ich konstruktive Diskussionen und gute Beschlüsse zum Wohl unserer Gemeinde.

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