Ausbau des Erdgasnetzes in Hammersbach

Auf Antrag der SPD-Fraktion berichtete kürzlich der Geschäftsführer der Main-Kinzig-Netzdienste, Andreas Barth, im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde über den Erdgasausbau in Hammersbach. Die Hammersbacher Sozialdemokraten setzen sich seit langem aus ökologischen Gründen für das Heizen mit Erdgas ein, da bei der Verbrennung deutlich weniger problematische Schadstoffe Luft und Klima belasten als beim Heizen mit Öl. Es entstehen nur geringe Mengen Schwefeldioxid, Staub oder Ruß und von allen fossilen Energieträgern hat Erdgas die geringsten CO2-Emissionen. Auch bei der Produktion wird Erdgas nur gereinigt und getrocknet. Es fallen also keine Rückstände an, die entsorgt werden müssten.

Etwa 11 Kilometer beträgt in Hammersbach die Länge des Gasnetzes und etwa 160 Gasanschlüsse sind seit 2004, dem Jahr des Anschlusses an das Gasnetz, realisiert worden. Ziel ist es, diese Zahl weiter zu erhöhen und das Netz im Ort weiter auszubauen. Andreas Barth erläuterte, woran der Ausbau hakt. Durch die vorgeschriebene Entflechtung von Netz und Vertrieb sind die Main-Kinzig Netzdienste als Netzbetreiber reiner Transporteur von Gas. Das Unternehmen darf keine Werbung machen und unterliegt den Regularien der Bundesnetzagentur. Positiv bewertete Andreas Barth, dass von den Regulierungsbehörden in diesem Jahr der besondere Aufwand anerkannt wurde, den ein Netzbetreiber in der Fläche hat. Das heißt, dass pro Hausanschluss eine relativ große Leitungslänge benötigt wird. Das könnte zukünftig den Leitungsausbau erleichtern.

In den vergangenen Jahren konnte in beiden Hammersbacher Ortsteilen der Ausbau weiter vorangetrieben werden. Nach und nach wurden weitere Straßenzüge erschlossen, und jetzt hofft der Netzbetreiber, dass dort auch viele Haushalte das Medium Erdgas zum Heizen nutzen. Der Ausbauplan sieht vor, dass in den nächsten Jahren sukzessive weitere Straßenzüge erschlossen werden. Notwendig hierzu sei aber, so Andreas Barth, ein ausreichendes Interesse der Kunden, denn man dürfe nicht einfach ins Blaue investieren. Die Parlamentarier wiesen in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit einer frühzeitigen und transparenten Kommunikation mit den Bürgern hin und auf die Verlässlichkeit der Planungen. „Die Umstellung oder Erneuerung einer Heizungsanlage ist für den Privathaushalt mit hohen Investitionen mit einer langen Tragweite verbunden. Da erwartet man zurecht frühzeitige Information und Planungssicherheit.“, so die Ausschussvorsitzende Beate Reul-Friedrich (SPD).

Die Hammersbacher Sozialdemokraten werden an diesem Thema weiter dranbleiben, damit mehr und mehr Bürgern die Möglichkeit der Erdgasnutzung in Hammersbach geboten werden kann.

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