SPD zur Klausur im Taunus

Zur Klausur im beschaulichen Taunus hatte sich die Hammersbacher SPD-Fraktion am ersten Novemberwochenende zurückgezogen. Ungestört von den Dingen des Alltags berieten die Sozialdemokraten den Hammersbacher Haushalt für das Jahr 2012.

Obwohl der Haushalt nicht ausgeglichen werden konnte, wollte man sich doch eine begrenzte Gestaltung der Kommunalpolitik nicht nehmen lassen. Der Gemeindevorstand um Bürgermeister Göllner, so waren sich die Sozialdemokraten einig, war jedenfalls sehr ernsthaft um Sparsamkeit bemüht. Die Defizite im Haushalt sind überwiegend fremdbestimmt. Verringerten Zuschüssen stehen neue Aufgaben wie die Betreuung der unter drei-jährigen Kinder entgegen. „Diesen neuen Aufgaben stellt sich die Hammersbacher SPD gerne. Wir freuen uns, dass die Betreuung der kleinsten Mitbürger im Februar 2012 beginnen kann“, so Ortsvereinsvorsitzender Wilfried Bender, „und genauso freuen wir uns auch darüber, dass die Baukosten für den Neubau der U3 eingehalten werden konnten.“

Auch die Kosten für den Neubau der gemeinsamen Feuerwehr liegen im Plan. Intensiv wurde die Zukunft der beiden alten Feuerwehrhäuser diskutiert. Hier war sich die Fraktion einig, dass aus ihrer Sicht das Marköbeler Feuerwehrhaus erst verkauft werden kann, wenn eine Ersatz-Lösung für den viel genutzten Saal im Obergeschoss gefunden wurde. „Die Hammersbacher Vereine sind auf diesen Saal angewiesen, er kann nicht einfach ersatzlos wegfallen“, so stellte Fraktionsvorsitzender Wilhelm Dietzel klar.

Als großer Posten im Investiv-Haushalt der Gemeinde ragt der Trinkwasser-Brunnen und der Hochbehälter in der Gemarkung Langen-Bergheim heraus. Brunnen und Hochbehälter sind in die Jahre gekommen und bedürfen dringend der Sanierung. Auch hierüber wurde intensiv diskutiert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. „Vor einer Entscheidung brauchen wir weitere Informationen“, betonte Wilhelm Dietzel, „aber am Ziel, einer gesicherten Versorgung mit gutem Trinkwasser, kann das natürlich nichts ändern.“

Doch beschäftigte sich die Fraktion nicht nur mit roten Zahlen, sondern auch mit den positiven Seiten der Gemeindeentwicklung. Dadurch, dass es der Gemeinde zusammen mit Ronneburg gelungen ist, erneut ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden, erhofft man sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für beide Ortsteile. Die Hammersbacher SPD-Fraktion will aber hier der zu bildenden Bürgerkommission nicht vorgreifen. Soll die Dorferneuerung doch ein Bürgerprojekt werden.

Ein Projekt für die Bürger ist sicher auch das Modell für betreutes Wohnen, das zusammen mit Neuberg, Ronneburg und Limeshein verwirklicht werden soll. Hier gilt es, Flächen im Marköbeler Ortskern zu realistischen Bedingungen zu erwerben, um das Projekt mitten im Dorf realisieren zu können.

Die Fraktion beschäftigte sich außerdem mit dem Wunsch nach einer autarken Energieversorgung mit erneuerbaren Energien, dem interkommunalen Gewerbegebiet und mit der weiteren Zusammenarbeit mit der AWO zur Jugendbetreuung. „Wir packen hier in Hammersbach zeitgleich eine ganze Reihe großer Projekte an. Für die Verwaltung und für die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker gibt es daher eine Menge zu tun. Wir Sozialdemokraten müssen dabei der Verantwortung gerecht werden, die die Bürger uns übertragen haben“, bestärkte der Fraktionsvorsitzende zum Tagungsende seine Mitstreiter. „Der Verlauf unserer Klausur und die Diskussionskultur der neu zusammengesetzten Fraktion sind dafür ein gutes Zeichen“, so Wilhelm Dietzel.

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